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St. Margaretha

Die Christen in Herschbach sind stolz auf ihre katholische Kirche St. Margaretha, deren Bau mit großer Eigeninitiative verwirklicht wurde.

Das moderne Gotteshaus füllte sich seit seinem Bestehen sehr schnell mit kirchlichem Leben für alle Altersstrukturen, was die Bedürfnisse einer recht jungen Kirche widerspiegelte, und aktive Gruppen wie Messdiener, Familienkreis, Erwachsenbildung, Senioren prägen noch heute das Bild der Gemeinde

Ministranten und Ministrantinnen verrichten mit Freude ihren Dienst am Altar und bilden so eine starke Gemeinschaft.

Der Familienkreis gestaltet moderne Gottesdienstformen, wie zum Beispiel beim Feldgottesdienst am Lagerfeuer, der immer großen Zuspruch findet.

Im Rahmen der Erwachsenenbildung sorgen attraktive Angebote für ein neues Gemeindebewusstsein. Der Seniorenkreis ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im kirchlichen Leben und erfreut sich an Spiel, Spaß und Unterhaltung.

Der Kirchenchor „Laudate“ wirbt mit modernem geistlichem Liedgut und vertritt die Kirchengemeinde über die Grenzen des Pastoralen Raumes hinaus.

Chronik

Im September 1894 begann man in Herschbach mit einer Sammlung zum Bau einer Kapelle. Aber immer wieder wurden die Gelder (1400 Goldmark nach dem 1. Weltkrieg) von dem jeweiligen Währungsschnitt überrascht und restlos aufgezehrt. Die ersten Entwürfe lagen 1895/1896 dem bischöflichen Ordinariat in Limburg  zur Genehmigung vor, die aber nie verwirklicht werden konnten.

Aus dem „wir wollen“ wurde ein „wir müssen“ eine Kirche errichten, denn die Pfarrkirche in Salz war schon seit langem zu klein. Die Herschbacher Gläubigen, die meist den Weg zu Fuß nach Salz antraten, durften dann meist stehend und ohne jegliche Sicht auf den Altar den Gottesdienst feiern.

Diese Missstände dürften dann auch die Beweggründe gewesen sein, als sich 1956 anlässlich  zur Kirchweih vier Einwohner (Ewald Eberz, Hans Sturm, Alois Holzbach II. und Reinhard Schlag ), endgültig um einen Kirchbau bemühten.

Die vier Initiatoren  fanden die ungeteilte Unterstützung von allen Herschbacher. Durch Unterschriften verpflichteten sich sämtliche Familien zu dem geplanten Kirchbau  mit Spenden zwischen 5o DM und 1000 DM beizutragen. Zur Aufstockung des Kapellenfonds hatten in früheren Jahren Herschbacher Einwohner  Ländereien kostenlos übereignet. Lehrer Eberz stellte einen Bauplatz für die neue Kirche  kostenlos zur Verfügung.

Es wurden Kirchengebäude besichtigt, um für die Herschbacher Verhältnisse eine geeignete Kirche auszuloten. Man entschied sich für den Kirchbau in Neuheusel. Danach fiel die Entscheidung, jenen Architekten (Traut aus Rüsselsheim) für die Planungen der Kirche in Herschbach zu gewinnen.

Die Grundsteinlegung erfolgte 1957 und im Herbst desselben Jahres konnte schon Richtfest gefeiert werden. Im Frühjahr 1958 wurden die Baumaßnahmen fortgesetzt. Zwei Glocken wurden uns aus der Pfarrei Meudt überlassen. 

Am 23. August 1959 begann Herschbach bei herrlichem Wetter  seinen Freudentag, die Einweihung der neuen Kirche St. Margaretha. Um 6.00 Uhr wurden die Menschen durch Böllerschüsse und Glockengeläut geweckt.  Weihbischof Walter Kampe nahm die feierliche Zeremonie der Benediktion des Gotteshauses und die Konsekration  des Altares vor. Pfarrer Kuch sprach die erläuternden Worte, so dass die Gläubigen die kirchlichen Handlungen verfolgen konnten.

Nach den Zeremonien zelebrierte Pater Dr. Placidus Hülster aus Westerburg  das Leviten Amt, welches von Pfarrer Willig aus Möllingen und Kaplan Welzel aus Salz assistiert wurde. Verschönert wurde der Gottesdienst durch die lateinischen Gesänge der Sängergruppen aus Herschbach und Guckheim unter der Leitung von Hubert Teusen.

Unter den Ehrengästen befanden sich viele Vertreter des kirchlichen  und weltlichen Lebens.

Dieser Tag war für die Herschbacher Christen ein einmaliges Erlebnis.

 

Die Texte sind Ausschnitte aus dem Buch „Herschbach und seine Ortsteile im Spiegel der Jahrhunderte“ von Hans Joachim Holzbach

Am Sonntag, dem 8. Oktober 2017 verstarb Pfarrer Hermann Kranz

Pfarrer i.R. Hermann Kranz wurde am 8. Mai 1935 in Kaub geboren und am 9. Dezember 1962 in Limburg zum Priester geweiht. Als Seelsorgepraktikant war er von Januar bis Februar 1963 in St. Josef/Frankfurt eingesetzt, bevor er von April 1963 bis April 1966 Kaplan in Salz war. Weitere Kaplanstellen führten ihn nach Wirges und erneut nach St. Josef/Frankfurt. Seine erste Pfarrstelle übernahm er im Juni 1971 in St. Peter und Paul/Weidenhahn. Hier blieb er bis Juli 2005, übernahm zusätzlich jedoch weitere Ämter. So war er Pfarrverwalter in Hahn (Westerwald) und Salz sowie von Oktober 1983 bis September 1988 Dekan des Dekanats Meudt. Auch war er Pfarrer in St. Margaretha in Hahn und zwischen November 1988 und Juli 2005 sowie Juni 1999 und Mai 2004 stellvertretender Dekan des Dekanats Meudt. Im August 2005 ging Pfarrer Hermann Kranz in den Ruhestand und wohnte bis 2016 in Herschbach/ OWW , bevor er nach Horbach ins Ignatius Lötschert Haus zog.

 

Zentrales Pfarrbüro

Pfarrei Liebfrauen
Jahnstr. 3a
56457 Westerburg

02663-911280